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Was ist ein Nationalpark?

Was ist ein Nationalpark?

Natur Natur sein lassen ...

Serengeti, Yellowstone, Grand Canyon, Yosemite, Galapagos – alle Welt kennt diese Nationalparks und verbindet mit ihnen dramatische Landschaften, unberührte Weite, eine faszinierende Tier- und Pflanzenwelt, Wildnis pur!

Das Flugticket können Sie sich sparen, denn spektakuläre Natur in vierzehn Nationalparks finden Sie auch vor der eigenen Haustür!

Müritz, Wattenmeer, Jasmund, Bayerischer Wald, Sächsische Schweiz – Schneeweiße Kreidefelsen, glitzernde Seenplatten, in den Himmel ragende Sandsteintürme, schmatzende Wattflächen, grenzenlose Waldwildnis. Naturidylle pur. Sehnsuchtsziele für Wochenendausflug und Urlaub. Und als Nationalparks unter höchsten Schutz gestellt. Mitten in Deutschland. Gewusst? Warum also in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?

Was genau einen Nationalpark kennzeichnet, wie diese Gebiete gemanagt werden und von wem, welche Besonderheiten sie aufweisen und vor allem wo überall in Deutschland Sie Ihre Sehnsucht nach Wildnis stillen können, das erfahren Sie auf diesen Seiten.

Gemeinsamer Nationalpark

Nationalpark in Rheinland-Pfalz und im Saarland

Rheinland-Pfalz ist waldreichstes Bundesland und zugleich eines der letzten Flächenländer in Deutschland ohne eigenen Nationalpark. Die Landesregierung hat 2011 die Einrichtung eines Nationalparks in ihr Regierungsprogramm aufgenommen, um der besonderen Verantwortung des Landes für den Schutz der Buchenwälder nachzukommen.

Rotbuchenwälder (Fagus sylvatica) sind weltweit nur in Zentraleuropa anzutreffen. Sie beherrschten einst das Waldbild, ihre Verbreitung in Deutschland ist durch den Einfluss des Menschen von 60% auf 4,5% der Landesfläche geschrumpft. Buchenwälder beherbergen eine große Artenvielfalt, die umso größer wird, je vielfältiger das Alter der Bäume ist. Daher sollen in ganz Europa die wertvollen Buchenwälder geschützt und erhalten werden – in einigen Regionen sogar mit Weltnaturerbe-Auszeichnung der UNESCO.

Wildnisgebiete, wie es Nationalparks sind, gibt es in Mitteleuropa kaum noch. Der Wildnisgebietsanteil (> 800 ha) an der Landfläche Deutschlands beträgt derzeit lediglich etwa 0,7%, davon liegen 0,32% in Nationalparks. Daher strebt die Bundesregierung in ihrer „Nationalen Biodiversitätsstrategie“ u.a. an, bis 2020 auf 2% der Bundesfläche Wildnis entstehen bzw. auf 5% der gesamten Waldfläche eine natürliche Waldentwicklung zuzulassen, um der natürlichen Lebensraumdynamik wieder mehr Raum zu geben. Rheinland-Pfalz will dafür 10% seiner Staatswaldfläche bereitstellen, Privat- und Kommunalwaldflächen werden hier nicht eingeplant.

Mit der Einrichtung eines Nationalparks im Hunsrück will Rheinland-Pfalz – mit Unterstützung des Saarlands – zur Erreichung dieser Zielstellung beitragen. Nur in Nationalparks darf sich die Natur noch zu großen Teilen nach ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten entwickeln, kann auf großer Fläche Wildnis entstehen. Ein Nationalpark im Hunsrück kann dazu beitragen, die letzten Juwelen ausgedehnter Buchenwälder zu bewahren, die Artenvielfalt zu erhalten und das Erleben von „Wildnis“ inmitten genutzter Landschaften auch für kommende Generationen zu ermöglichen.

Insgesamt wurden in Rheinland-Pfalz fünf nationalparkwürdige Gebiete ausgewählt. Alle liegen in so genannten „Hotspots“ der biologischen Vielfalt - Regionen in Deutschland mit einer besonders hohen Dichte und Vielfalt von Arten, Populationen und Lebensräumen (Bundesamt für Naturschutz).

Die Region Hochwald hat frühzeitig Interesse an einem möglichen Nationalpark bekundet und gab damit den Auftakt für den weiteren Diskussionsprozess zum heutigen Nationalpark Hunsrück-Hochwald.

Nationalpark in Bildern

 

Wo liegt der Nationalpark Hunsrück Hochwald?