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Tourismus (-wirtschaft)

Wie wirkt sich der Nationalpark auf den Tourismus aus?

Das international bekannte Prädikat „Nationalpark“ wirkt als Touristenmagnet und hat bisher in allen deutschen Nationalparks die Besucherzahlen gesteigert. Im Nationalpark Hainich sind die Besucherzahlen beispielsweise von 25.000, kurz nach Nationalparkgründung 2008, auf ca. 365.000 Personen im Jahr 2012 angewachsen.

Insgesamt besuchen jährlich ca. 51 Millionen Menschen die 14 deutschen Nationalparks und generieren dadurch einen Umsatz von rund 2,1 Milliarden Euro. Das entspricht rechnerisch 69.000 Arbeitsplätzen, die vom Tourismus in den Nationalparks abhängen. 10,5 Millionen Besucher sind davon „Nationalpark-Touristen im engeren Sinn“, die ausdrücklich wegen der Nationalparks in die Regionen kommen.

Besser greifbar wird die Bedeutung des Nationalpark-Tourismus bei der Betrachtung konkreter Regionen. In die Eifel strömten 2007 450.000 Besucher, ein Viertel davon reiste extra wegen des Nationalparks an. Die Ausgaben der Touristen generieren Einkommen, was rechnerisch 265 Arbeitsplätzen entspricht, die vom Tourismus im Nationalpark Eifel abhängen. Das schafft Wertschöpfung und damit eine Zukunftsperspektive für den ländlichen Raum.

Perspektiven, die der Hunsrück – strukturschwacher Raum, vom demografischen Wandel und Landflucht geplagt, touristisch bisher nur wenig erschlossen – mehr als gut gebrauchen kann. Im Einzugsgebiet des potentiellen Nationalparks liegen bevölkerungsreiche Städte wie etwa Mannheim, Koblenz, Luxemburg, Ludwigshafen und das Rhein-Main-Gebiet. Das ist ein großes Besucherpotential an Tages- und Übernachtungsgästen, das es mit dem Nationalpark Hunsrück zu heben gilt!

Attraktive Nationalparkeinrichtungen locken Besucher an – hier das NationalparkZentrum Kellerwald
Nationalpark Kellerwald-Edersee